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DHCP

Allgemeines

Das Dynamic Host Configuration Protocol (DHCP) ermöglicht es die Netzwerkkonfiguration von Rechnern zentral von einem Server aus durchzuführen. Neben der IP-Adresse erhält ein DHCP-Client zusätzlich noch eine ganze Reihe anderer Parameter zugewiesen, wie z.B. Subnetzmaske, Gatewayadresse, IP-Adressen der DNS-Server usw. Die vom DHCP-Server vergebenen IP-Adressen haben dabei eine begrenzte Gültigkeitsdauer, die sog. "Lease Time". Meldet sich der Client innerhalb dieser Zeitspanne nicht erneut beim DHCP-Server, wird die IP-Adresse wieder freigegeben. Gegenüber einer manuellen Konfiguration bietet DHCP daher folgende Vorteile:

  • Wesentlich geringerer Konfigurationsaufwand, da die verschiedenen Netzwerkparameter nur einmal, d.h. auf dem DHCP-Server, eingetragen werden müssen.

  • Optimale Ausnutzung der IP-Adressen, weil nur so viele Adressen zur Verfügung stehen müssen, wie Rechner gleichzeitig aktiv sind.

Darüber hinaus ist es bei mobilen Rechnern, wie z.B. Notebooks oder Mobiltelefonen mit integriertem WLAN, nahezu unmöglich diese manuell zu konfigurieren, wenn sie häufig an wechselnden Standorten betrieben werden.

DHCP-Dienst am LRZ

Damit nicht jeder Lehrstuhl seinen eigenen DHCP-Server betreiben muss, bietet das LRZ diesen Dienst zentral für alle am Münchener Wissenschaftsnetz (MWN) angeschlossenen Hochschulen an. Ausgenommen hiervon sind lediglich diejenigen Bereiche, in denen die Netzinfrastruktur von eigenen Rechenzentren bzw. Rechnerbetriebsgruppen betrieben wird. Dies ist in folgenden Bereichen der Fall:

  • Hochschule München
  • Medizinische Fakultäten der TU und der LMU
  • Fakultät für Mathematik und Informatik der TU

Der DHCP-Dienst am LRZ wird durch mehrere Server erbracht, die räumlich verteilt im MWN installiert sind. Auf diese Weise wird eine höchstmögliche Verfügbarkeit des Dienstes garantiert, selbst bei einem Netzausfall eines ganzen Campusbereichs. Darüberhinaus wird zwischen den Servern eine Lastverteilung durchgeführt.

Neben den üblichen Aufgaben eines DHCP-Servers, d.h. der Vergabe von IP-Adressen und der Konfiguration von Rechnern mit den sonstigen notwendigen Netzwerkparametern (Subnetzmaske, Gatewayadresse usw.), bietet der DHCP-Dienst am LRZ darüberhinaus bei Bedarf noch folgende Funktionalitäten:

  • Dynamische DNS-Einträge: Wird eine IP-Adresse neu vergeben, so trägt der entsprechende DHCP-Server den Rechner im DNS ein. Wenn die IP-Adresse wieder freigegeben wird, weil die Gültigkeitsdauer abläuft oder der Client sie explizit freigibt, so wird der DNS-Eintrag wieder gelöscht. Dieses Verfahren ermöglicht es, dass ein Rechner immer unter demselben Namen ansprechbar ist, auch wenn die IP-Adresse wechselt.

  • Erweiterte DHCP-Optionen: Neben den Standardparametern können die Clients auch mit erweiterten Konfigurationsdaten versorgt werden. Dies ist z.B. dann erforderlich, wenn Rechner über das Netz installiert werden sollen, weil keine der üblichen Installationsmedien (DVD-Laufwerk) zur Verfügung stehen (PXE-Boot). Diese zusätzlichen DHCP-Optionen können pro Subnetz getrennt konfiguriert werden.

Wenn Sie Interesse an der Nutzung des DHCP-Dienstes haben, so wenden Sie sich bitte zur ersten Kontaktaufnahme per E-Mail an dhcpadmin@lrz.de.